Restaurierung unserer Marienberger Orgel
 
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Orgel von Karl Eduard Schubert


N e u i g k e i t e n  v o n   u n s e r e r   O r g e l

in "DER STAB"  August/September 2011 schreibt KMD Rudolf Winkler: 


Seit über einem halben Jahr ist der kraftvolle Klang unserer Orgel in St. Marien verstummt. Ein kleines, unscheinbares, im Altarraum seitlich aufgestelltes Orgelpositiv hat für absehbare Zeit den Dienst übernom-men, die Gemeinde zu ihren Gottesdiensten beim Gesang der Lieder zu begleiten. Irgendwie geht es auch mit einem solch kleinen Instrument, aber die Sehnsucht nach der vertrauten Klangfülle unserer großen Orgel wächst von Sonntag zu Sonntag. Geht Ihnen das auch so? Die Größe des Raumes benötigt ein klangliches Gegenüber, denselben zum Leben erwecken zu können. An dieser entscheidenden Schnittstelle wird sehr deutlich, weshalb gerade die Orgel das zentrale Instrument in den Kirchen des christlichen Abendlandes geworden ist. Ihre Klangfülle und –differenziertheit ist auf die Größe des Raumes abgestimmt und kann dadurch einen Kosmos zum Leben erwecken. Ihre klangliche Pracht und die begleitende Funktion beim Gesang der Gemeinde, der zugleich Ge-bet ist, sind Beispiele für Gottes Größe und Allmacht zum Einen und die Hinwendung des Menschen, der in lebendiger Beziehung zu seinem Gott, Schöpfer und Heiland steht, zum Anderen. 
In den vergangenen Monaten wurde die große Orgel zunächst demon-tiert, wobei als erstes Werkstattarbeiten durchzuführen waren, wie zum Beispiel die Neubelederung der Bälge unserer Barkermaschine, die Reini-gung und chemische Behandlung der vom Schimmel befallenen Windla-den, die Ausbesserung der Klaviaturen und die farbliche Gestaltung des gesamten Orgelgehäuses, welches zunächst einen neuen Farbanstrich in der uns bekannten Raumschale angepassten Farbgebung bekam. Beson-ders hervorzuheben ist die Restaurierung des Spieltisches, der mit seinen kunstvollen Dekormalereien sein Aussehen wie zu Schuberts Zeiten zu-rückerhalten hat. Zur Bewältigung der noch ausstehenden Aufgaben sind weiterhin Gelder in Höhe von ca. 70.000,- Euro notwendig. Allen Spen-dern, die sich mit kleineren oder größeren Geldbeträgen an der Orgelsa-nierung beteiligt haben, sei an dieser Stelle aufs Herzlichste gedankt. Die Aktion des Fördervereins: „Hundert Euro für die Schubert-Orgel“ sei  noch einmal erwähnt.

Mit der Vision, Ende 2012 die Orgel wiedereinweihen zu können,
grüßt Sie Ihr Rudolf Winkler, Kirchenmusikdirektor





in "DER STAB" Juni/Juli 2010 schreibt KMD Rudolf Winkler:   

Nach dem Orgelkonzert am Reformationstag, 31.10.10 wird unsere Orgel für längere Zeit verstummen.
Sicherlich hat es sich herumgesprochen, dass sich an unserem schönen Instrument im Laufe der letzten 20 Jahre, insbesondere aber während der langen Restaurierungsphase unserer Kirche, erhebliche Mängel eingestellt haben.
Feinster mineralischer Staub hat sich über Jahre im Inneren der Orgel breitgemacht und bildet auf Grund der sich veränderten Luftfeuchtigkeit, die wiederum mit der neuen Schutzverglasung der Fenster in unserer Kirche zusammenhängt, einen idealen Nährboden zur Schimmelbildung.
Eine Reinigung unserer Orgel ist daher dringend erforderlich. Die Schubert-Orgel in der St. Marienkirche zu Marienberg gehört zu den wertvollsten und klangauthentischsten Instrumenten ihrer Zeit im mitteldeutschen Raum und stellt daher für unsere Gemeinde aber auch für unsere Stadt etwas Besonderes dar, das es zu pflegen und zu erhalten gilt.
Mit einem Kostenvolumen von ca. 230.000,- Euro beginnen im Herbst 2010 die Restaurierungsarbeiten durch die Orgelbaufirma Georg Wünning,  Großolbersdorf.
Für wie lange die Orgel schweigen wird, hängt vom Finanzierungsfluss in den nächsten Jahren ab. Wir sind gezwungen, die Restaurierung in mehreren kleinen Etappen durchzuführen, da die in Aussicht gestellten Fördergelder des Amtes für Denkmalschutz, ohne die die Arbeiten überhaupt undenkbar wären, auf Grund der derzeitigen Weltwirtschaftskrise stark dezimiert sind. Als amtierender Organist bin ich froh, dass die positive Entscheidung unseres Kirchenvorstandes, mit dem Bau in diesem Jahr zu beginnen, gefallen ist. Die Zeiten finanzieller Zuwendung werden in Zukunft kaum besser, die Kosten der Restaurierung aber von Jahr zu Jahr teurer.
Daher werbe ich für die Unterstützung der Restaurierung unserer Orgel und danke all denen an dieser Stelle, die sich bereits für unser schönes Instrument eingesetzt haben.
Möge die Orgel in unserer Kirche bald wieder zu Gottes Ehre und uns zur Freude erklingen. 

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Rudolf Winkler


 Spendenaktion: „100 Euro für unsere Schubert - Orgel“

Im letzten Gemeindebrief haben wir über die notwendige Restaurierung unserer Orgel informiert. Der Förderverein zum Erhalt der St. Marienkirche e.V. startet dafür nun eine neue Spendenaktion:

„100 Euro für unsere Schubert - Orgel“
Alle Spender erhalten auch dieses Mal eine Stifterurkunde.
Spenden erbitten wir auf das Konto des Fördervereins:
Nr.: 310 300 2962
BLZ: 870 530 00
bei der Sparkasse Mittleres Erzgebirge
Zweck: Stiftungsaktion Orgel

Wir danken schon jetzt allen Spendern, denen unsere schöne Orgel lieb und wichtig ist.
Restaurierungsarbeiten...

2007 Ev. Luth. Kirchgemeinde Marienberg   nach oben    zum Seitenanfang