Blau
ist kalt. Ringsherum Frostigkeit. Winter. Eis. Eine Atmosphäre in der
einem der Atem gefriert. Was ist das für ein Rahmen um das
weihnachtliche Bild „Geburt Christi“? Dazu kommt noch, dass diese
Einfassung regelrecht finster wirkt. Was für ein Kontrast zu der
hellroten Szene in der Bildmitte!

Rot,
gelb, orange – hier ist Wärme. Geborgenheit, Freundlichkeit und Liebe.
In der Mitte des Bildes: Weihnachten. Endlich finden wir wieder den
Ort, die Zeit, den Platz, wo alles in den schönsten Farben erstrahlt.
Darauf freuen wir uns Jahr für Jahr – und gleichzeitig
macht uns dieser Kontrast mit den Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dabei
ist das bei genauem Hinsehen nicht nur eine frostige Atmosphäre, die
das Weihnachtsfest umgibt. Man kann Menschen erkennen, die sich für das
Geschehen interessieren, die sich darauf hin bewegen. Also Leute, die
einen wachen Sinn und ein Herz für das Besondere haben. Freundliche
Verkäuferinnen und Verkäufer, Arbeitskollegen, Klassenkammeraden,
Lehrerinnen und Lehrer.
Nette Menschen, die in das Umfeld von Weihnachten auch hineingehören.
Und
plötzlich bekommt das kalte Blau unserer Umwelt neue Konturen und
Nuancen: Die Welt, in der wir leben, ist nicht einfach nur böse und
schlecht. Nein, hier gibt es aufgeschlossne Menschen.
Wir sollten das nicht leichtfertig verdrängen.
Aber
dann ist eben tatsächlich dieses besondere Ereignis: Gott wird Mensch.
Gott wird Kind. Gott ist Licht und Wärme – rot, gelb, orange. Etwas
völlig anderes in unserem Alltag. Weihnachten. Damit auch unser Leben
Farbe bekommt!
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Jahresanfang
wünscht Ihnen,
Ihr Pfarrer Volkmar Freier