Schöner
kann ein Jahr eigentlich gar nicht beginnen als mit solchen mitfühlenden
und tröstlichen Worten wie denen der Jahreslosung 2010:
„Euer
Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“

So
spricht Jesus zu seinen Freunden angesichts seines bevorstehenden
Abschieds von ihnen: „Euer Herz erschrecke nicht“ - wo er doch
genau weiß, wie sehr es uns aufwühlt, wenn wir uns von einem
Menschen trennen müssen, der zu uns gehörte. Dem wir vertrauten,
der unser Leben mitgestaltet hat. Von einem Augenblick zum anderen
müssen die Jünger Jesu damit klar kommen, dass der Tod jetzt zu
ihrem Leben gehört. Erschrockenen Herzens stehen sie ratlos vor
ihrem HERRN und vor ihrer Zukunft.
„Euer
Herz erschrecke nicht!“
- Gewiss, der Glaube an Christus kann die
Angst vor dem Tod überwinden. Aber gerade der Tod ist es auch, der
diesen Glauben immer neu in Frage stellt. Und nicht erst der Tod,
sondern schon unsere Sorgen um die Zukunft.
Zukunft
ist auch das Jahr 2010 noch für uns, wenngleich ein Monat schon
vergangen ist. Was wird es uns bringen? Wie wird es für uns werden?
Die
japanische Künstlerin Yuriko Ashino hat die Kalligrafie auf der
Titelseite des Gemeinde- briefs aus ihrem musikalischem Hintergrund
heraus gestaltet – aufgeregt und doch klar strukturiert.
Wie ein
Signal leuchten die roten Buchstaben, als Aufforderung – mit
Schwung und Erschrecken. Doch in dem hoffnungsvollem Blau bleibt als
Fundament der Glaube an Gott und an den auferstandenen Christus –
wie ein Kontrapunkt zu unserer Angst.
Doch
schauen Sie genau hin: Wie unterschiedlich das Wort „glaubt“ dargestellt
ist:
Stark und suchend zugleich. Das Kreuz im Hintergrund hält die
einzelnen Wörter zusammen und verleiht der Jahreslosung Stabilität.
Stabilität ebenso für uns, weil wir an eine Zukunft glauben, die
wir nicht in der Hand haben - und die gerade deshalb gut sein wird,
weil wir sie nicht in der Hand haben und nicht verderben können,
sondern weil Gott sie gestaltet.
Dieses
Gottesvertrauen möge unter uns und in uns wachsen!
Mit
besten Wünschen für das Jahr 2010 grüßt Sie
Ihr
Pfarrer Volkmar Freier