aus: Gemeindenachrichten "Der Stab" Oktober/ November 2010


L i e b e G e m e i n d e !
Zum Erntedankfest rücken die Früchte aus Garten und Landwirtschaft ganz besonders in unser Blickfeld. Schön und duftend zieren sie die Kirche. Was wir das ganze Jahr über wie selbstverständlich konsumieren –  an diesem Tag lernen wir es erneut schätzen und danken Gott für Wachstum und Gedeihen. Dazu brauchen wir solche Dank- und Gedenktage wie den 3. Oktober, der uns gleich mehrfach zur Dankbarkeit ermutigt.
Freilich holt uns der Alltag rasch wieder ein. Oft geht uns dann die Klage über den Mangel leichter über die Lippen als der Dank für das Vorhandene. Sind wir so undankbar oder einfach nur gedankenlos?
In einer gemütlichen Runde kommt die Rede auf die derzeitige Situation in unserem Land. Die Gemüter erhitzen sich allmählich. Da steht die Gastgeberin plötzlich auf, holt einen Zettel und liest vor:
Falls du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist du glücklicher als 7 Millionen  Menschen, welche die nächste Woche nicht  erleben werden.
Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangen- schaft, den Todeskampf des Gequälten oder Hunger gespürt hast - dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.
Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen - bist du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.
Falls du ein Konto bei der Bank hast etwas Geld im Portemonnaie oder etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel - gehörst du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.
Falls du diese Nachricht liest, bist du doppelt gesegnet worden – denn:
1. jemand hat an dich gedacht und
2. du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen, die nicht lesen können.
Gedanken, die uns dankbar machen können. Auch unter den Belastungen des Alltags sollten uns die vielen „Selbstverständlichkeiten“ nicht aus dem Blick geraten.

Herzlich grüßt sie, Ihr Pfarrer Volkmar Freier

Foto: Frieder Blickle/www.laif.de
© 2007 Ev. Luth. Kirchgemeinde Marienberg   zur Startseite         nach obenzum Seitenanfang